Die Verurteilten (im Original The Shawshank Redemption) ist Frank Darabonts Verfilmung einer Novelle von Stephen King und für viele sein Meisterwerk. Der Film steht seit Jahren ganz oben in den IMDb-Bewertungen, obwohl seither viele aufwendigere Filme erschienen sind. Woran liegt das?
Wo kannst du Die Verurteilten in Deutschland sehen?
Stand 5. November 2026 ist Die Verurteilten laut TV Movie und kino.de in Deutschland im Abo von HBO Max enthalten. Zum Leihen gibt es den Film unter anderem bei Amazon Prime Video, Apple TV, Rakuten TV, Sky Store, YouTube und Videoload ab etwa 3,99 Euro, zum Kauf ab etwa 9,99 Euro. Streamingrechte wechseln erfahrungsgemäß oft, schau also kurz bei den Anbietern nach, ob der Film aktuell noch im Abo enthalten ist.
Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben und dauert 2 Stunden 22 Minuten. In den deutschen Kinos lief er am 9. März 1995 an.
Die Kritik
Dies ist eine spoilerfreie Kritik. Es gibt nur wenige Filme, die ganz oben in den IMDb-Bewertungen landen und dort bleiben, und genau das hat Die Verurteilten geschafft. Schauen wir uns an, warum.
Worum geht es?
Der Banker Andy Dufresne wird verurteilt, seine Frau und deren Liebhaber ermordet zu haben, und muss lebenslang ins Shawshank-Gefängnis. Dort wandelt er sich vom meistgequälten Häftling zu einem ungewöhnlich geschätzten Mitglied der Gefängnisgemeinschaft. Zusammen mit Ellis Boyd „Red“ Redding und anderen Häftlingen wie Heywood, Brooks und Tommy schafft er einen Ort, an dem sich die Mitgefangenen willkommen fühlen. Je tiefer Andy mit dem Gefängnisdirektor verstrickt wird, desto heikler werden die Situationen.
Was funktioniert
Darabonts Regie ist langsam erzählt, aber ohne Füllmaterial: Jede Szene zählt für die Geschichte und liefert Kontext zu den Figuren. Selbst Figuren, die erst nach etwa 90 Minuten auftauchen, leisten mehr, als man erwartet. Niemand dient nur als Mittel zum Zweck, jeder hat seine eigene Geschichte, seine Aufgabe und seine Motivation. Der Film zeigt stark, wie eine lange Haft Menschen verändert und wie fremd und trostlos das Leben danach wirkt. Er zeigt auch, wie Institutionen Häftlinge für ihre Zwecke benutzen, etwa wenn der habgierige Direktor Andy zu seinem persönlichen Helfer macht. Dazu kommen herausragende Darstellungen: Tim Robbins ist als Andy stark, aber vor allem Morgan Freeman als Red und Bob Gunton als Direktor Norton ragen heraus.
Was nicht ganz so gut funktioniert
Optisch überzeugt mich der Film nicht. Abgesehen von ein paar Momenten, die als Bilder in Erinnerung bleiben, fehlen eine eigene Farbgebung und eine einprägsame Kameraarbeit. Der Soundtrack ist ordentlich, hebt den Film aber nicht an.
Fazit: Die Verurteilten musst du mindestens einmal im Leben gesehen haben. Mit besserer Kamera, Farbgestaltung und Musik wäre es tatsächlich Darabonts Meisterwerk gewesen, so ziehe ich persönlich Der Nebel vor.

